Begriff
Was ist das Clickertraining?
Dieses Training ist einigen Lesern vielleicht aus der Hundeerziehung bekannt. Es geht einen völlig anderen Weg, als die heute noch gängigen Erziehungsmethoden: Ein gewolltes Verhalten wird durch Belohnung verstärkt, unerwünschtes Verhalten dagegen wird ignoriert. Man übt niemals Zwang oder Gewalt auf die Vögel aus. Bestrafung in jeder Form ist tabu.
Clickern ist für die Vögel völlig stressfrei. Man kann sich selbst sehr scheuen Tieren nähern und Vertrauen aufbauen. Für den täglichen Umgang im Alltag hat das Training also enormen Nutzen. Das Clickertraining macht den Vögeln Spaß und erleichtert den Umgang mit ihnen. Die Vögel machen mit, wenn sie Lust haben. Sie können Ihre Tiere nicht zum Clickertraining drängen, aber sind die Vögel erst einmal begeistert, werden Sie erstaunliche Erfolge erreichen.
Der Erfolg stellt sich meist schon nach kurzer Zeit ein. Wissen die Tiere einmal, worum es geht, kann man auch nach längerer Pause problemlos wieder ins Training einsteigen. Wichtig ist, dass man die Trainingseinheiten kurz hält. Denn hört man auf, „wenn es am Schönsten ist“ - dann bleibt dieses Spiel für die Vögel spannend.
Was das Clickertraining beinhaltet | Vertrauen aufbauen, freiwillige Aktionen, Spaß, Lob, „positive Verstärkung“, es erleichtert den Umgang mit den Tieren |
Womit es NICHT assoziiert wird | Dominanz, Gehorsam, abrichten, Dressur, Bestrafung, Unterwürfigkeit |
Wozu Sie bereit sein müssen | Sie sollten täglich etwas Zeit einplanen. Wenn Sie mit dem Training beginnen, können Pausen den Lernerfolg stark vermindern. |
Was Sie nicht tun dürfen | zu viel erwarten, Aushungern, die Vögel bedrängen, auf eine Übung bestehen |
Grenzen | Vergessen Sie eines niemals: Das Clickertraining soll Spaß machen. Wenn Sie zu hohe Erwartungen an ihre Lieblinge stellen, wird sich beiderseitig Frust einstellen. Also - gehen sie mit Spaß und Geduld an die Sache! |
Text: Jana Rückschloss