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clickertraining:targetstick

Targetstick

Jetzt geht's los!

Vögel wollen geistig gefordert werden. Desinteresse kann auch entstehen, wenn eine Übung zu langweilig ist. Man kann sowohl ein Verhalten mittels Targetstick einüben, als auch zufällig Bewegungsabläufe mit dem Clicker einfangen.

Ein Beispiel für zufällige Übungen: Junghahn Nele breitet beim Singen regelmäßig die Flügel weit aus. Wenn er diese Verhalten zeigt, wird jetzt geklickt. Schon beim dritten Click hält er kurz inne und überlegt sichtlich. Da er auch gleichzeitig singt, ist nicht eindeutig, wofür er belohnt wurde. Nele hat das deshalb selbstständig ausgetestet. Zuerst gab er die bekannte Tonabfolge von sich. Diese wurde jedoch nicht mit einem Klick belohnt. Also hat er wieder die Flügel ausgestreckt und die Dauer des Öffnens sogar erhöht. Er hat in Rekordzeit verstanden, wofür er vom Menschen eine Belohnung bekommt. Der Targetstick wird hier nicht benötigt, aber man kann das Verhalten mit einem Wort verknüpfen.

©nymphensittichseite.de

Nele (wildfarbener Junghahn) hebt die Flügel an


3. Targetstick (TS) einführen Um mit dem TS zu trainieren, müssen die Vögel 100%ig verstanden haben, dass ein Klick positiv ist, und darauf Belohnung folgt. Halten Sie das Stäbchen waagerecht, aber nicht quer zum Vogel. Das Tier soll in die Spitze zwicken. Viele Vögel wollen schon aus Interesse den Stab untersuchen. Klicken Sie, wenn die Spitze des TS mit dem Schnabel berührt wird. Bei zurückhaltenden Tieren belohnen Sie jeden Schritt in Richtung TS.

©nymphensittichseite.de

Nach jedem Klick muss die Belohnung folgen!

©nymphensittichseite.de

Lassen Sie den TS niemals von den Vögeln zerbeißen. Er soll nur Werkzeug sein, nicht zum Spielzeug werden.

Läuft ein Vogel erstmal bewusst zum TS, um eine Belohnung zu erhalten, kann man anfangen, die Tiere damit zu leiten. Bewegen sie den TS ein paar cm weiter vom Vogel weg. Läuft das Tier zuverlässig zum TS, kann man diesen immer weiter bewegen, bevor der Klick und die Belohnung folgen. Wenn Sie soweit gekommen sind, bleibt es ganz Ihnen und vor allem Ihren Vögeln überlassen, was sie lernen wollen. Clickertraining baut Vertrauen auf, ohne die Vögel unter Stress zusetzen. Es ist eine sehr sanfte Methode um seinen Lieblingen näher zu kommen. Ein paar Möglichkeiten, listen wir Ihnen auf:

Nützliche Übungen für den Alltag:

  • ListenpunktSehr scheue Tiere kann man mit dem TS auf den Arm (bzw. Hand) oder einen Stock locken. Gehen sie langsam vor und freuen
    Sie sich über jeden cm, die die Tiere näher kommen
  • Man kann Vögel mittels Clickertraining in die Voliere dirigieren. Entweder auf direktem Weg, oder sie werden zuvor
    auf den Arm gelockt.
  • Fliegen lernen bei gehandicapten Vögeln
  • In eine Transportbox gehen
  • Obst/Gemüse fressen
  • Handtuch umlegen
  • aus der Spritze trinken
  • in eine Schüssel mit Wasser locken
  • Es gibt Papageien, die gelernt haben in die Transportbox zu gehen, sich in ein Handtuch wickeln zu lassen (für die tierärztliche
    Untersuchung sehr sinnvoll) oder sogar die Krallen und Schnabel (bei Wachstumsstörungen kann dies regelmäßig nötig sein

friedlich kürzen zu lassen. Leider ist uns noch kein Fall bekannt, in dem Nymphensittiche dies erlernt haben.
Kennen Sie solche Fälle, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Nette Spielereien, je nach Interesse der Tiere:

  • Komm! - Auf Zuruf fliegt der Vogel auf den Arm
  • Kopfüber an den Fingern/vom Ast hängen
  • Flügel ausbreiten
  • Füßchen heben (High Five) oder auch Füßchen geben
  • Kleine Gegenstände tragen
  • Glocke heben und läuten
  • Aufplustern, Schütteln

Text: Jana Rückschloss

clickertraining/targetstick.txt · Zuletzt geändert: 2023.05.04 21:19 von daniela

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